Baby-Ernährung

Die ultimativen Still-Musthaves für frischgebackene Mamas (Ein ehrlicher Erfahrungsbericht + Produkte, die mir wirklich geholfen haben)

Ich sag’s ganz ehrlich: Die Fülle an Empfehlungen, was das Stillen angeht, hat mich in der Schwangerschaft komplett überfordert. Ich wollte alles richtig machen, habe mich durch unzählige Listen, Meinungen und Ratgeber gelesen und war am Ende nicht schlauer – nur gestresster. Jede einzelne Quelle klang so, als würde mein Stillstart nur funktionieren, wenn ich 100 verschiedene Produkte vorher kaufe. Und falls du gerade an demselben Punkt bist: Ich fühle dich so sehr.

Genau deshalb habe ich irgendwann beschlossen, dass ich es auf mich zukommen lasse. Kein Perfektionismus mehr, kein zwanghaftes „alles vorher kaufen“, sondern einfach schauen, was ich wirklich brauche – und was mich im Alltag tatsächlich entlastet.

Heute teile ich meine Still-Musthaves, die mir meinen Stillstart wirklich erleichtert haben. Alltagsnah, ehrlich, ohne rosa Filter. Dinge, die man wirklich braucht – und nicht nur „für die Liste“.

Am Ende des Artikels findest du die Links zu meinen persönlichen Must-haves aus diesem Beitrag.


1. Ein richtig gutes Stillkissen – dein neuer bester Freund

Ich dachte am Anfang wirklich, Stillkissen wären alle gleich. Ein Kissen halt.
Aber nein. Wirklich nicht.

Ein gutes Stillkissen ist wie eine stabile Schulter in Kissenform: Es stützt dich, wenn du hundemüde bist, es bringt dein Baby in eine gemütliche Position und es verhindert, dass du dir nachts den Rücken ruinierst. Gerade in den ersten Wochen war mein Stillkissen mein treuer Begleiter – und ehrlich gesagt lag es dauerhaft auf dem Sofa oder im Bett, weil ich ständig darauf zurückgegriffen habe.

Mein Tipp:
Probier verschiedene Formen aus. Ich persönlich brauchte eins, das etwas fester war, damit das Baby nicht in einer Art Kissen-Sumpf versinkt.


2. Stilleinlagen – unterschätzt, bis es passiert

Ich wusste vorher nicht, dass Brüste einfach plötzlich auslaufen können. Ohne Vorwarnung. Ohne Rhythmus. Ohne Rücksicht auf dein Shirt.

Deshalb sind Stilleinlagen ein echtes Musthave – und zwar direkt ab Tag 1.

Ich nutze zuhause ausschließlich waschbare, weil sie:

  • sich deutlich angenehmer anfühlen (Baumwolle statt Plastik),
  • nicht am Nippel reiben (sehr wichtig!),
  • keinen Müll produzieren,
  • einfach gemütlicher sind.

Für unterwegs nehme ich dann doch Einweg-Stilleinlagen, weil man sie unter Kleidung manchmal etwas weniger sieht. Aber zuhause? Ganz klar Team Waschbar.


3. Brustwarzensalbe – die kleine Tube, die einfach immer griffbereit sein sollte

Wunde Brustwarzen… ich glaube, jede stillende Mama weiß, wie weh das tun kann. Und falls du noch ganz am Anfang stehst: Es ist völlig normal, dass die Brustwarzen sich zuerst an die neue Belastung gewöhnen müssen.

Ich habe daher wirklich überall eine Tube liegen – am Bett, im Wohnzimmer, in der Wickeltasche. Die Salbe beruhigt, schützt und gibt dir dieses kleine Gefühl von „Okay, es wird besser“. Mehr braucht’s dazu eigentlich gar nicht.


4. Milchpumpe – für Alltag, mentale Entlastung

Ich sage es direkt: Ich habe nie eine Handpumpe probiert. Ich bin sofort auf eine handsfree Milchpumpe umgestiegen, weil ich etwas wollte, das mich flexibel macht, ohne dass ich mit einer Hand pumpen muss.

Warum die für mich ein großes Stück Alltagserleichterung war:

  • Ich konnte jederzeit 1–2 Portionen abpumpen, damit mein Partner zu Hause eine Flasche geben kann, während ich draußen meine Tiere versorge.
  • Mein Kopf war sofort entspannter, weil ich wusste: Mein Baby muss nicht auf mich warten, wenn es Hunger bekommt.
  • Friseurbesuche, Arzttermine oder einfach mal Luft holen – alles war deutlich angenehmer, wenn ich wusste, dass genug Milch im Kühlschrank steht.
  • Ich brauchte keine zweite Pumpe kaufen, die am Ende doch nicht genutzt wird.

Für mich ist eine gute Milchpumpe kein Luxus – sondern eine absolute mentale Entlastung.


5. Still-BHs – am besten schon im 3. Trimester besorgen

Still-BHs sind so ein Thema, das man gerne unterschätzt. Ich dachte damals: „Das kaufe ich später…“ Aber meine Hebamme hat mir geraten, schon im 3. Trimester 2–3 Stück zu holen und direkt eine Nummer größer. Und sie hatte recht.

Warum das sinnvoll ist:

  • Die Brust verändert sich stark – besonders nach dem Milcheinschuss.
  • Du musst erstmal herausfinden, welche Form und welches Modell überhaupt bequem ist.
  • Günstigere Modelle sind zum Testen völlig ausreichend.

Und wenn du nachts halb schlafend versuchst, einen Still-BH zu öffnen, ist Bequemlichkeit plötzlich das Wichtigste der Welt.


6. Wasserflasche mit Strohhalm – klingt banal, ist aber ein Lebensretter

Ich stille aktuell und kann dir sagen: Der Durst ist REAL. Und zwar sofort, sobald das Baby ansetzt.

Ich habe wirklich versucht, aus normalen Flaschen zu trinken – aber entweder hatte ich keine Hand frei, oder das Geräusch beim Öffnen war laut, oder die Flasche rollte weg. Kurz: Es hat einfach genervt.

Eine Flasche oder ein Becher mit Strohhalm ist da echt Gold wert, weil du:

  • mit einer Hand trinken kannst,
  • automatisch mehr trinkst,
  • das Baby nicht absetzen musst,
  • und bei einer Thermoflasche dein Getränk im Sommer kalt und im Winter warm bleibt – was wirklich angenehm ist.

Man unterschätzt es, aber es macht so viel aus.


7. Stilllicht/Nachtlicht – für ruhige Nächte und weniger Aufwachen

Ein sanftes, warmes Nachtlicht ist nicht nur zum Stillen ideal, sondern auch für die Momente, in denen du wach wirst und schnell nach deinem Baby schauen möchtest. Du brauchst Licht – aber eben kein gleißendes Deckenlicht, das dich komplett wach macht.

Ein dimmbares, warmes Stilllicht schafft genau das richtige Gleichgewicht zwischen „Ich sehe, was ich tue“ und „Mein Gehirn bleibt trotzdem im Nachtmodus“.


8. Mulltücher – du brauchst MEHR, als du denkst

Ich hielt 3–4 Mulltücher anfangs für ausreichend. Hahaha. Nein.

Zum Glück kamen von Freunden und Familie noch einige dazu, denn Mulltücher sind einfach überall im Einsatz:

  • Aufstoßen
  • Unterlegen beim Stillen
  • Sabber
  • Spucke
  • Über die Schulter
  • Unterwegs
  • Sonnenschutz
  • und vor allem für dich selbst

Denn wenn der Milchspendereflex einsetzt und du kein BH, keine Stilleinlage oder einfach kein Tuch parat hast, dann ist ein Mulltuch deine Rettung. Einmal schnell drunterhalten – und weiter geht’s.

Ich sage es dir ganz ehrlich: Viele Mulltücher sind ein Segen.


9. Silberhütchen – mein persönlicher Gamechanger

Ich habe sie immer benutzt, wenn meine Brustwarzen wehgetan haben – ein wenig Muttermilch rein und teilweise bis zum nächsten Stillen draufgelassen.

Warum ich sie liebe:

  • Sie schützen die Brustwarzen vor Reibung
  • Sie kühlen angenehm und tragen zur Heilung bei
  • Sie sind super pflegeleich

Für mich gehören sie definitiv zu den wichtigsten Still-Musthaves.


10. Snacks – bitte realistisch bleiben!

Überall liest man:
„Mandeln! Nüsse! Trockenfrüchte!“

Ich?
Ich habe während des Stillens in 99 % der Fälle eher Lust auf:

  • Energy-Riegel
  • Schokolade
  • Dattelbällchen (gerne auch selbst gemacht)

Stillen kostet Energie – nimm, was dir gut tut, und hör auf deinen Körper.


💛 Mein Fazit: Du brauchst nicht viel – aber das Richtige

Stillen ist wunderschön, aber auch anstrengend. Und du brauchst keine riesigen Listen, keinen Perfektionismus und keinen Druck.
Aber ein paar wirklich gute, praktische Dinge machen den Alltag leichter – und geben dir ein Gefühl von Sicherheit und Struktur.

Wenn du gerade mitten im Stillstart bist oder kurz davor:
Du machst das großartig. Wirklich.
Und es wird leichter, Schritt für Schritt. 💛


Meine Must-haves aus diesem Artikel:

1. Stillkissen (Mondform)

Mein Lieblings-Stillkissen, das mich durch jede Still-Session gebracht hat.

2. Stilleinlagen (waschbar)

Kein reiben mehr am Nippel und auslaufsicher.

3. Brustwarzensalbe

→ Die Rettung bei trockenen und rissigen Brustwarzen.

4. Milchpumpe (Handsfree)

Meine freihändige Milchpumpe für Me-Time, Termine & damit Papa füttern kann.

5. Still-BHs

Bequeme, aber simple Still-BHs – ideal schon ab dem 3. Trimester.

6. Thermo-Trinkflasche

Hält Getränke im Sommer kalt und im Winter warm – Lifesaver beim Stillen.

7. Stilllicht / Nachtlicht

Perfekt für nächtliches Stillen, ohne das ganze Zimmer zu beleuchten.

8. Mulltücher

Praktisch für den Milchspendereflex an der „freien“ Brust.

9. Silberhütchen

Mein absoluter Gamechanger bei wunden oder schmerzenden Brustwarzen.


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